Wie geht der Sound des Sommers? Was lässt die Zeit stehenbleiben?


Morgens, auf dem Balkon die himbeerweiche Luft,
gehauchte Vogelstimmen,
Enten quaken vom Fluss her.

Die Handtücher noch vom Schwimmen in der Tasche vergessen,
vergessen aufzuhängen.  Vergessen die Kälte,
vergessen die Zeit, dass Sie vergeht.
Die herabgefallene große Kastanie,
Zeit, wo ist dein Stachel im tiefen Sommer

Im See schwimmend
lass ich das Senkblei meines Herzens hinab in dunkle Tiefe,
bis ich mich nicht mehr auskenne.

Werf die Angel aus in flirrender Luft ohne Köder,
will keine Beute machen,
will nur was freiwillig kommt zu mir wie eine Katze,
die vor der Türe steht über Nacht.

Von der taunassen Wiese
nehm ich mir die große Schwanenfeder,
die liegenblieb, die keiner will im tiefen Sommer.

Leg mein Leben auf den Moment, freier Fall,
gehalten vom Vollmondlicht, das mich blendet
und still stehen lässt in der Nacht.

Mach ein Bild von mir und häng es in den Wind.
Lass die Sonne durch mich scheinen und
lass Eiscreme nie ausgehen.

Die Handtücher sind trocken. Die Haare filzig.
Ein Teil bleibt hier von mir im tiefen Sommer.

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Text, Stimme, Videografie: Umberta Andrea Simonis
Musik und Audio: Fritz Effenberger

Frieden schaffen mit eigenen Waffen. KINDNESS MAKES MY DAY.

Mein Auftritt am 19.07.2025 auf der Brechtbühne

Frieden schaffen mit eigenen Waffen. Wir haben es täglich in der Hand.
In dieser Zeit von Willkür, Ohnmacht und dem Entgleiten von Kontrolle können wir mit unserem Handeln Frieden erlebbar machen.

Seht hier meinen kompletten Poetry Grand Slam Auftritt auf der Brechtbühne in Augsburg mit dem einzigartigen Host Horst Thieme. Diesmal als einzige Slammerin mit 7 bemerkenswerten Slammer-Kollegen, ein wie immer völlig unnachahmlicher Abend mit dem besten Publikum der Welt.

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Schreib mir gerne und erzähle mir deine Erlebnisse.

Fotografie/Video: Fritz Effenberger

Du möchtest mich mal live sehen?
Hier gehts zu den Terminen des Poetry GRAND SLAM der Brechtbühne Augsburg

So wie es ist, ist es gut. So wie ich bin, bin ich gut. Mein Weg zur Selbstliebe.

Eine Katze liegt entspannend auf einem gestreiften Stuhl, während eine Schüssel mit Wassermelone auf einem Tisch in der Nähe steht.


Wenn Beziehung nicht mehr ein Fallen
in einen unendlichen Schacht,
in einen Brunnen ohne Halt,
in der Erwartung des Aufpralls ist.

Wenn die Wahrheit über dich zu dir zurückkommt,
wie eine ausgebüxte Katze.
Da ist sie. Schau sie dir an zum ersten Mal. So bist du.

Wenn Abhängigkeit und fremde Rollen abfallen,
spüre ich mich ganz und gleichzeitig in Verbindung mit anderen.

Federleicht und verbunden: Poetry am Fluss FRIEDEN IN MIR

Ein Herz-förmiger Stein liegt im klaren Wasser eines Kieselstrands, umgeben von glatten Steinen, während Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche sichtbar sind.


Es ist Abend. Sommer.
Ich stehe am Kieselstrand.
Der Fluss zieht mir ein kühles Kleid an.
Bald bin ich ganz allein hier.
Nur noch die Schwanenmutter und ihre zwei Kinder.

Vom Strand gehe ich weiter den Fluss aufwärts.
Mir begegnen noch ein paar Menschen mit Kopfhörern.
Hören nicht den Zauberklang, den Abendgesang,
das Murmeln und Glitzern der Wellen.

Möchte rein und wach sein,
wie Schwanengefieder, wie Wellenklang,
wie Abendkühle möchte ich mich legen
auf diese Welt, den Wald atmen ein und aus,
in der großen Weide wohnen.

BLESSINGS | Wach auf zu Dir: Der Weg zur inneren Klarheit

Schatten einer Person auf einem Kiesweg, die von ihrer Hand aus Steine sammelt, während im Hintergrund ein ruhiger Fluss fließt.


Suche Zweige für dein eigenes Nest.
Lass dich nicht täuschen, täusche dich nicht selbst.
Stell dir nicht selbst ein Bein, steh dir nicht im Weg.

Spür die Wirklichkeit, die dich umgibt, die dich ausmacht,
lass geliehene Wahrheiten fallen, finde zu deiner Wahrheit.

Suche dich, erkenne dich, werd dir treu, steh zu dir.
Sei dein größter Unterstützer.

Werd wachsam, bleib wachsam, wache auf.
Sei dir gegenwärtig, sei ganz bei dir, wach auf zu dir.

Erkenne, was nicht deines ist, zieh deine Schlüsse.
Leg alte, nicht passende Kleidung ab, verbrenn sie im Garten.

Fege dein Haus, mach dich leer.
Steh unter deinem Himmel,
lass die Sterne über dir erscheinen,
erschaffe deine Götter. Glaube an dich.

Schau dir selbst auf den Grund,
blick dir selbst in die Augen, sei furchtlos,
erwarte dich selbst.

Sommergebet 2 Noch ist nichts entschieden

Ein Holzsteg führt zu einem See mit Segelbooten und einem Schild, das "Grenze für Nichtschwimmer" anzeigt.


Beim Schwimmen
höre das kühle Herz des Sees klopfen
in schattenloser Tiefe.

Sieh, wie seine Herzschläge
die Seerosenteppiche erzittern lassen,
folge einem gelbgepunkteten Schmetterling,

Ohne dich umzusehen,
lande plötzlich auf der Rückseite deines Lebens.

Noch ist nichts entschieden.
keine Erfahrung trübt deine Sicht.
Weit und hell stehen die Türen dir offen
und etwas wartet auf dich.

Sommergebet 1 Gib dem Unbekannten die Hand

Ein Nahaufnahme von rosa Rosen mit Wassertropfen, die hinter einer bunten Schüssel mit blauen und grünen Murmeln platziert sind.


Finde Schatten unter den Flügeln eines jungen Schwans.
Frühstücke mit blauen Murmeln und gefallenen Rosenblättern
Nimm eine Dusche mit selbstgemachtem Weihwasser.

Den alten Bürden und fauligen Verträgen in deiner Seele
sprech die sofortige Kündigung aus.
Entlarve versteckte Feinde in den hintersten Kammern deines Herzens.
Zerr sie ans gleißende Licht des Mittags, so dass sie zerfallen zu Staub.

Mach dich leer. Lass dich treiben.
Lass Libellen dir Botschaften zutragen.
Gib dem Unbekannten die Hand.

Finde deine Worte: Ein Aufruf zur Selbstermächtigung

Mein Auftritt am 21.12.2024 auf der Brechtbühne

In meinem Text „Sprechstunde bei Dr. Wort“ geht es darum, wie es ist, seinen Ausdruck, seine Worte verloren zu haben und sie dann plötzlich wieder zu finden und sein eigenes Machtwort zu sprechen. Am Ende meines Textes bringe ich dann diesen Appell:

Sprich dein eigenes Machtwort.
Ermächtige dich hochachtungsvoll.
Sonne dich in deiner Größe.
Wirf lange Schatten.
Sprich dir selbst zu und
lausche auf das eine Wort,
das nur du kennst.

Ich wurde für meinen Text vom Publikum zum „best local“ gewählt und durfte am Ende die Prosecco-Flasche öffnen, toller Job. Vom besten Slam-Host der Welt – Horst Thieme – bekam ich dann als Geschenk zu meinem Gewinn den „best local“-Kugelschreiber mit vier Farben, sodass mein bunter Ausdruck weiterhin gesichert ist. Ich liebe dieses Format des Poetry Slam und besonders diese Chance, auf der wunderbaren Brechtbühne in Augsburg vor einem großartigen Publikum immer Ureigenes zum Besten zu geben und damit Menschen ganz direkt zu erreichen. Etwas zu schreiben ist schon etwas Essentielles für mich, etwas für ein Publikum vorzutragen nochmal eine Ebene dazu. Für mich ist das Auftreten, Vorlesen, in Kontakt gehen ein Turbo, eine Brennglas, ein Spiegel, alll das beflügelt mich beim Schreiben und lässt mich weiter wachsen.

Fotografie/Video: Fritz Effenberger, Daniela Tittel, Susanne Sterk

Tauche hier ein in die Stimmung des Abends…

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Segeln in neuen Gewässern: Meine Reise der Selbstentdeckung

AUSFAHRT

Heute als Schiff fahre ich immer weiter aus dem Hafen,
bis die Leuchtfeuer aus meinem Blick verschwinden.

Ziehe Segel auf mit meinen Zeichen,
fahre nicht mehr unter fremder Flagge,
die Nadel des Kompasses bieg ich mir zurecht
und entdecke neue Richtungen.

Segle unter unbekanntem Wind,
lote in Untiefen am liebsten.
Dem Geschrei der Möwen abgewandt,
ziehe ich über Wellenkämme
bis nichts mehr an Land erinnert.

Bis nur noch die schwarzen Augen der Delfine
meine dunkle Seele spiegeln.
Ich Einhand-Seglerin mit Tiefgang und
unverwandtem Blick zu den Sternen.