
Morgens, auf dem Balkon die himbeerweiche Luft,
gehauchte Vogelstimmen,
Enten quaken vom Fluss her.
Die Handtücher noch vom Schwimmen in der Tasche vergessen,
vergessen aufzuhängen. Vergessen die Kälte,
vergessen die Zeit, dass Sie vergeht.
Die herabgefallene große Kastanie,
Zeit, wo ist dein Stachel im tiefen Sommer
Im See schwimmend
lass ich das Senkblei meines Herzens hinab in dunkle Tiefe,
bis ich mich nicht mehr auskenne.
Werf die Angel aus in flirrender Luft ohne Köder,
will keine Beute machen,
will nur was freiwillig kommt zu mir wie eine Katze,
die vor der Türe steht über Nacht.
Von der taunassen Wiese
nehm ich mir die große Schwanenfeder,
die liegenblieb, die keiner will im tiefen Sommer.
Leg mein Leben auf den Moment, freier Fall,
gehalten vom Vollmondlicht, das mich blendet
und still stehen lässt in der Nacht.
Mach ein Bild von mir und häng es in den Wind.
Lass die Sonne durch mich scheinen und
lass Eiscreme nie ausgehen.
Die Handtücher sind trocken. Die Haare filzig.
Ein Teil bleibt hier von mir im tiefen Sommer.
Text, Stimme, Videografie: Umberta Andrea Simonis
Musik und Audio: Fritz Effenberger
































